Erstaunlicherweise sind Konvexspiegel weit weniger komplex als Konkavspiegel.

Konvexspiegel, d.h. nach aussen gewölbte Spiegel bilden immer ein Bild, das immer die folgenden Eigenschaften hat:

  • verkleinert
  • virtuell
  • aufrecht

Die Konstruktion des Bilds erhalten wir wieder mit der Betrachtung von zwei speziellen Strahlen, die von der Kerzenspitze ausgehen, dem Parallel- und dem Brennpunktstrahl. Die Reflexion am Spiegel folgt wiederum den Reflexionsregeln für spezielle Strahlen bei gewölbten Spiegeln.

Virtuelles Bild beim Konvexspiegel
Virtuelles Bild beim Konvexspiegel

Der Parallelstrahl wird am Spiegel zu einem Brennpunktstrahl reflektiert. Da der Brennpunkt auf der anderen Seite des Spiegels liegt, kann der Brennpunktstrahl nicht zum Brennpunkt gehen. Er kann aber vom Brennpunkt herkommen oder so tun, als käme er vom Brennpunkt. Wir konstruieren die Verlängerung des Brennpunktstrahls und erhalten so einen nach oben vom Spiegel weggehenden Strahl.

Der Brennpunktstrahl, der von der Kerzenspitze ausgeht, bewegt sich Richtung Brennpunkt, kann diesen aber nicht erreichen, da er ja auf der anderen Seite des Spiegels ist. Wir erhalten aber den Reflexionspunkt auf dem Spiegel. Von hier aus geht er als Parallelstrahl weg, d.h. parallel zur optischen Achse.

Wir haben zwei auseinander laufende Strahlen. Sie werden sich demnach nicht vor dem Spiegel schneiden. Wir können aber ihre beiden Verlängerungen hinter dem Spiegel zum Schneiden bringen. Dort entsteht ein virtueller Bildpunkt, denn für den Betrachter der beiden auseinander laufenden Strahlen scheinen sie beide von diesem Punkt auszugehen. Bei der Betrachtung nehmen wir immer an, dass Lichtstrahlen geradlinig verlaufen. Für diese beiden Lichtstrahlen, die von der Kerzenspitze kommen, bedeutet das, dass der Betrachter eine Kerzenspitze hinter dem Spiegel sieht.


Aufgabensammlung

  • Bild des Konvexspiegels (0143)